Abstimmungen 2026
Basel-Landschaft

Abstimmung im Kanton Basel-Landschaft: Alle Resultate vom März 2026 live

Abstimmungen in der Schweiz: Alle Resultate aus dem Kanton Basel-Landschaft.
Im Kanton Basel-Landschaft kommt es am Sonntag gleich zu mehreren Entscheidungen auf kantonaler Ebene.Bild: keystone/watson

Baselland schmettert fast alle Vorlagen ab – die Resultate vom Sonntag

Am 8. März 2026 wird im Kanton Basel-Landschaft abgestimmt. Auf nationaler Ebene stehen vier Vorlagen auf dem Programm und auch auf kantonaler Ebene gelangen diverse Belange an die Urne. Hier findest du alle Informationen und Ergebnisse aus dem Baselbiet dazu.
08.03.2026, 07:0008.03.2026, 19:49

Kanton Basel-Landschaft: Tempo-30-Initiative

Der Tempo 30 an der Bernstrasse in Luzern anlaesslich einer Medienkonferenz der 7 Luzerner Quartiervereine Hochwacht, BaBel, Maihof, Guetsch,Hirschmatt-Neustadt, und Obergrund in welcher sie zu sofort ...
Die Gemeinden sollen bei Tempo 30 mehr Mitspracherecht erhalten.Bild: keystone

Baselbieter Gemeinden können auch künftig ohne Befragung der Bevölkerung abweichende Höchstgeschwindigkeiten beim Kanton beantragen. Es geht primär um Temporeduktionen auf 30 Kilometer pro Stunde. Die Stimmberechtigten des Kantons haben sich am Sonntag überraschend deutlich sowohl gegen eine Initiative von TCS und Konsorten wie auch gegen den Gegenvorschlag des Landrats ausgesprochen.

Bei der Initiative gab es 58'766 Nein- und 36'734 Ja-Stimmen, was jeweils 61,5 und 38,5 Prozent entspricht. Gegen den Gegenvorschlag stimmten 50'743 Personen oder 55,1 Prozent, dafür 41'263 Personen oder 44,9 Prozent.

Die Initiative wollte die Bestimmungen im Strassenverkehrsgesetz festschreiben und sich auf Anträge bezüglich Hauptstrassen beschränken, sofern überhaupt behördlicher Ermessensspielraum besteht und alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Der Gegenvorschlag sah eine Änderung des Gemeindegesetzes vor und wollte zusätzlich auch abweichende Höchstgeschwindigkeiten auf Gemeindestrassen einbeziehen. Im Gegensatz zur Initiative sah der Gegenvorschlag keine Volksabstimmung, sondern einen Entscheid durch die Gemeindeversammlung beziehungsweise den Einwohnerrat vor.

Die Resultate:

Initiative

Initiative Tempo 30 auf Hauptstrassen

Ausgezählt: 86/86 | Stand: Schlussresultat

38,5% Ja

61,5% Nein

Gegenvorschlag

Initiative Tempo 30 auf Hauptstrassen: Gegenvorschlag

Ausgezählt: 86/86 | Stand: Schlussresultat

44,8% Ja

55,2% Nein

Stichfrage

Initiative Tempo 30 auf Hauptstrassen: Stichfrage

Ausgezählt: 86/86 | Stand: Schlussresultat

42,6% Initiative

57,4% Gegenvorschlag

Kanton Basel-Landschaft: Prämienabzug für alle

Beim Abzug von selbst getragenen Grundversicherungskosten vom steuerbaren Einkommen ändert sich im Kanton Baselland nichts. Die Bevölkerung hat am Sonntag eine Initiative der SVP, die einen Vollabzug forderte, knapp abgelehnt.

Gegen die «Prämienabzug für alle»-Initiative stimmten 50'099 Personen, dafür 44'663, wie die Landeskanzlei am Sonntagabend mitteilte. Das entspricht einem Nein-Anteil von 52,9 Prozent und einem Ja-Anteil von 47,1 Prozent. Die durchschnittliche Stimmbeteiligung bei den kantonalen Vorlagen lag bei 50,3 Prozent, wie aus den definitiven Resultaten des Kantons hervorgeht.

Die Abzugspauschalen bleiben unverändert bei 2000 Franken für Einzelpersonen und 4000 Franken für Ehepaare. Die Regierung hatte deren Anhebung und weitere Abzüge als Gegenvorschlag präsentiert, der am Sonntag jedoch mit 54'925 zu 36'738 Stimmen respektive 59,9 zu 40,1 Prozent deutlich abgelehnt wurde.

Das Rennen war knapp. Nach den ersten ausgezählten Gemeinden konnte noch kein Trend ausgemacht werden. Auch die Auszählung der grossen Gemeinden am späteren Nachmittag vermochte eine dünne Nein-Mehrheit nicht umzuwerfen.

Die Resultate:

Findest du am Sonntag ab 12 Uhr hier live

Initiative

Initiative Prämienabzug für alle

Ausgezählt: 86/86 | Stand: Schlussresultat

47,1% Ja

52,9% Nein

Gegenvorschlag

Initiative Prämienabzug für alle: Gegenvorschlag

Ausgezählt: 86/86 | Stand: Schlussresultat

40,1% Ja

59,9% Nein

Stichfrage

Initiative Prämienabzug für alle: Stichfrage

Ausgezählt: 86/86 | Stand: Schlussresultat

45,0% Initiative

55,0% Gegenvorschlag

Kanton Basel-Landschaft: Solar-Initiative

«Balkonkraftwerk»: Solaranlage für Mieterinnen und Mieter.
Im Baselbiet sollen mehr Solaranlagen installiert werden.Bild: Shutterstock

Der Kanton Baselland muss in Sachen Solarenergie nicht ausbauen. Die «Solar-Initiative» von SP, Grünen, EVP und GLP wurde am Sonntag mit 63'267 zu 30'364 Stimmen oder 67,6 zu 32,4 Prozent sehr deutlich abgelehnt. Die Initiative verlangte, dass für geeignete Flächen bei Neubauten und gewissen bestehenden Bauten eine Solarpflicht eingeführt wird.

Solar-Initiative

Ausgezählt: 86/86 | Stand: Schlussresultat

32,4% Ja

67,6% Nein

Kanton Basel-Landschaft:
«Transparenz- und Mitwirkungsinitiative»

Das Baselbieter Kantonsgericht darf weiterhin nicht im Rahmen einer abstrakten Normenkontrolle über neue Gesetze und Erlasse befinden. Die Bevölkerung hat die «Transparenz- und Mitwirkungs»-Initiative des Hauseigentümerverbands mit 63'725 zu 23'942 Stimmen respektive 72,7 zu 27,3 Prozent abgelehnt. Sie hatte eine Verfassungsänderung gefordert, die neue Bestimmungen auch ohne konkreten Anwendungsfall rechtlich auf Kantonsebene anfechtbar machen sollte.

Transparenz- und Mitwirkungsinitiative

Ausgezählt: 86/86 | Stand: Schlussresultat

27,3% Ja

72,7% Nein

Kanton Basel-Landschaft: Kreislaufwirtschaft

Die Kreislaufwirtschaft wird in der Baselbieter Verfassung festgeschrieben. Eine parlamentarische Initiative vom ehemaligen Grünen-Landrat Klaus Kirchmayr und Konsorten wurde am Sonntag mit 57'389 zu 32'246 Stimmen respektive rund 64 zu 36 Prozent angenommen.

Verfassungsänderung Kreislaufwirtschaft

Ausgezählt: 86/86 | Stand: Schlussresultat

64,0% Ja

36,0% Nein

(leo)

Nationale Vorlagen

Initiative «Bargeld ist Freiheit»

Bargeld-Initiative

Ausgezählt: 86/86 | Stand: Schlussresultat

43,3% Ja

56,7% Nein

Gegenvorschlag

Gegenvorschlag

Ausgezählt: 86/86 | Stand: Schlussresultat

72,8% Ja

27,2% Nein

Stichfrage

Stichfrage

Ausgezählt: 86/86 | Stand: Schlussresultat

36,7% Initiative

63,3% Gegenvorschlag

Darum geht es: Die Initiative verlangt zwei neue Verfassungsbestimmungen: Erstens will die Initiative, dass der Bund sicherstellt, dass Münzen oder Banknoten immer in genügender Menge zur Verfügung stehen. Wie viel Bargeld genügend ist, lässt die Initiative offen. Zweitens soll der Franken Schutz erhalten: Volk und Stände müssten zustimmen, sollte er durch eine andere Währung ersetzt werden.

SRG-Initiative

SRG-Initiative

Ausgezählt: 86/86 | Stand: Schlussresultat

35,8% Ja

64,2% Nein

Darum geht es: Die Volksinitiative «200 Franken sind genug (SRG-Initiative)» will in der Bundesverfassung festschreiben, dass sich die SRG auf einen «unerlässlichen Dienst für die Allgemeinheit» beschränkt. Der Bund soll zur Finanzierung von Radio- und Fernsehprogrammen die Abgabe von privaten Haushalten auf 200 Franken pro Jahr begrenzen.

Klimafonds-Initiative

Klimafonds-Initiative

Ausgezählt: 86/86 | Stand: Schlussresultat

27,9% Ja

72,1% Nein

Darum geht es: Den Initianten und Initiantinnen der Klimafonds-Initiative gehen die klimapolitischen Bemühungen der Schweiz nicht weit genug. Die Vorlage will, dass jährlich 4 bis 8 Milliarden zusätzliche Franken via eines eigens dafür eingerichteten Fonds in die Bekämpfung der Klimakrise fliessen.

Individualbesteuerung

Individualbesteuerung

Ausgezählt: 86/86 | Stand: Schlussresultat

52,4% Ja

47,6% Nein

Darum geht es: Das Bundesgesetz zur Einführung der Individualbesteuerung sieht vor, die steuerliche Ungleichheit von verheirateten und unverheirateten Paaren abzuschaffen. Funktionieren soll das, indem Ehepaare künftig genauso wie unverheiratete Paare individuell besteuert werden.

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Das waren die bisher knappsten Abstimmungen in der Schweiz
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Das waren die bisher knappsten Abstimmungen in der Schweiz

Bundesbeschluss über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR)
Abgestimmt am: 06.12.1992
Ergebnis: abgelehnt
Stimmenunterschied: 23'836

quelle: keystone
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Erklärvideo Umweltverantwortungsinitiative
Video: watson
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